Vereinsgeschichte
Einige Daten zur Geschichte der ZUBS
Ende Januar 1977 führten die Bogenschützen Zürich 11 in der Bülacher Stadthalle ein Indoor –Turnier durch. Unter den Zuschauern waren auch einige Bülacher, denen diese relativ unbekannte Sportart gefiel. Dies merkte sich Robert Forrer, ein Bülacher Einwohner, der mit den Bogenschützen Zürich 11 schoss. Durch sein Betreiben war es möglich, dass 17 Freunde des Bogenschiessens sich am 2. März 1977 zur Gründungsversammlung der Zürcher Unterländer Bogen-Schützen trafen.
Noch im gleichen Jahr wurde ein Trainingspatz an der Feldstrasse/Grenzstrasse (in der Nähe der Waro) gefunden. Der Verein gedieh, die Mitglieder setzten sich aktiv ein, um ihren neuen Sport zu lernen, und schon am 28./29. Januar 1978 konnte in der Stadthalle das erste Indoorturnier unter dem Namen ZUBS durchgeführt werden.
Bald zeigte es sich, dass der Trainingsplatz für einen sicheren Schiessbetrieb ungeeignet war; ein neuer wurde gesucht und und neben der Kläranlage an der Murgasse gefunden. Nach einer Menge Fronarbeit war dieser Platz zweckmässig und gemütlich eingerichtet und 1979 für ein intensives Bogentraining bereit.
In den ersten Jahren nahm der neue Verein Kontakt auf zu vielen in- und ausländischen Bogenschützenclubs; es begann eine rege Reisetätigkeit zu auswärtigen Turnieren. Ein Ziel war sogar das ferne Sittensen bei Hamburg. Dabei bildete sich eine engere Freundschaft mit den dortigen Schützen und auch mit anderen Clubs.
Die Leistungen unserer Bogenschützen wurden immer besser.
1988 wurde Tatjana Haas Schweizermeisterin bei der FITA-Runde (je 36 Pfeile auf 70, 60, 50 und 30 Meter). In der doppelten FITA-Runde im gleichen Jahr in Basel wurde Tatjana im 2.Rang beste Schweizerin !
1999 verteidigte Tatjana diesen Titel erfolgreich und wurde so nebenbei Schweizermeisterin bei der Indoor-Runde SBV und FAAS. Drei Schweizermeistertitel in einem Jahr ! Und Jörg Haas wollte nicht zurückstehen und eroberte den Schweizermeistertitel der Indoor-Runde.
An olympische Spiele allerdings konnten wir nie Vereinsmitglieder senden. Wichtiger als Spitzenresultate und verbissenes Training waren für uns aber immer die Kameradschaft und der enge Zusammenhalt unter den Mitgliedern.
1987 nahm der Club drei Mitglieder auf, die uns etwas ganz Neues brachten: Kyudo, die japanische Art des Schiessens mit Pfeil und Bogen.
Der Mitgliederbestand stieg allmählich bis zur Zahl von 54, was beinahe den Rahmen unserer Infrastruktur sprengte.
Gegen das Jahr 1990 zeigte es sich, dass wir einen neuen Platz suchen mussten. Die benachbarte Kläranlage sollte erweitert werden. Mit Hilfe des Bülacher Stadtretes konnte zwischen Werkgebäude und Autobahn ein geeignetes Landstück gefunden und von der Stadt gemietet werden. Übrigens: alle diese Jahre durften wir jeweils im Sommer den Stadtrat zu eine Freundschaftsschiessen einladen. Manche der hohen Damen und Herren zeigte dabei erfreuliche Fähigkeiten ganz ausserhalb ihrer täglichen anspruchsvollen Aufgaben.
Der neue Platz mit Clubhütte, Materialhütte und Kyudohaus wurde dank unzähliger Frondienststunden am 30.September 1995 mit einem internationalen Freundschafts -schiessen eingeweiht.
Jedes Jahr am letzten Januar-Wochenende führten wir in der Stadthalle ein Indoorturnier mit internationaler Beteiligung durch, ein Turnier, das bald einen ausgezeichneten Namen hatte.
Das 25. Indoor als Jubiläumsturnier war zugleich das letzte – vorläufig!
Gründe:
Es gab immer mehr Turniere um diese Jahreszeit.
Die Stadthalle war immer weniger geeignet.
Und: Es hatte bald mehr Schützenkategorien als Schützen – über 30 plus entsprechenden Mannschaftswertungen – was die Organisation erschwerte und die Attraktivität stark verminderte.
Heute haben wir 45 aktive Mitglieder und 8 provisorische. Letztere werden bei Eignung an der nächsten Generalversammlung zu Aktiven werden. Es wird rege trainiert, die Anfängerbetreuung ist ausgezeichnet, und es gibt sogar recht viele Mitglieder, die sich am obligatorischen wöchentlichen Platzdienst beteiligen !
Wir hoffen, dass die Geschichte der Zürcher Unterländer Bogenschützen noch lange so freudig weitergehen möge.
18. April 2005 Jules Messmer